Archiv für Februar 2009

„Ums Ganze…“ goes strange

Nicht nur die Kartoffel-Veranstaltung in Berlin, über die zahlreich berichtet wird (u.a. hier), wirft so einige Fragen auf, nein auch ein kürzlich erschienener Text auf der „UG-Sonderseite“ lässt an der Linie der UG-Leute zweifeln. Da erschien kurz vor dem Brimborium in Dresden ein Text über das „ideologische Gedenken“ der Bürgerlichkeit, welches, laut Text, von dem Antifabündnis ideell mitgetragen wurde. Wenige Stunden nach der Veröffentlichung verschwand dieser wieder und ist im Moment zumindest von der Stalker-Redaktion nicht wieder auffindbar. Warum fragen wir uns? Ist es das durcheinander-Würfeln unterschiedlicher Ebenen nur um den roten Faden vermeintlich weiter zu spinnen oder ist es die trostlose Erkenntnis, dass man bei aller (auch berechtigter Kritik) selbst nichts besseres anzubieten hat als die Binsenweisheit: „Nötig ist antinationale Kritik und antikapitalistische Praxis, und zwar   24/7/365.“ Ist es die Verunglimpfung des Anti-Nazi-Bündnisses als „bessere Nazipolizei“ oder doch die fast schon relativierend anmutende Gleichsetzung von Demokraten und Faschisten? Quo vadis UG?

Ist eine echte Träne eine Ware?

„Sie weinte wirklich“ (But Alive)

Großes Tennis mit Schlingensief, dem wir auch einmal einen Artikel widmen müssen (allerdings erst wenn er tot ist).

Die „travail atractif, Selbstverwirklichung des Individuums“, sei nicht zu verstehen „als bloßes amusement […]. Wirklich freie Arbeiten, z.B. Komponieren, ist gerade zugleich verdammtester Ernst, intensivste Anstrengung.“ (Grundrisse, S. 512) Sarkastisch hat Wolfgang Pohrt den besonderen Ernst dieser Kunstauffassung variiert, indem er die Kunst eine Sphäre nannte, „wo die Ohnmacht des konzessionierten Menschen sich als Allmacht darstellen kann. Wer nichts Nützliches tun darf, braucht auf Zwecke keine Rücksicht nehmen, sein ‚Gestaltungsspielraum‘ ist grenzenlos wie der eines Kindes, wenn es im Sandkasten Kuchen backt.“ (Brothers in Crime, Berlin 1996, S. 110)

aus: Hesse, Filmform und Fetisch, S. 75.

Grüße an alle Kinder in ihrem Sandkasten auf blogsport.de!



Franzosen können doch lachen, einige zumindest.

1952

1952 Rock‘n'Roll-DJ Alan Freed veranstaltet in Cleveland ein Konzert, bei dem auch afroamerikanische Musiker auftreten. Zum Erschrecken der Musikindustrie befinden sich auch unter den 25.000 Zuschauern jede Menge Afroamerikaner.

1952

1952 Die Uraufführung von Karlheinz Stockhausens punktuell-seriellem Stück Kreuzspiel wird in Darmstadt lautstark gestört.